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Zwischen Winteratem und empfangendem Licht

In diesen Tagen gehe ich langsamer. Die Landschaft gibt das Tempo vor. Schnee liegt weit und offen. Unberührt an manchen Stellen, gezeichnet von Spuren an anderen. Nichts wird verborgen – und doch ist noch nichts entschieden. Vierzig Tage sind vergangen seit der tiefsten Dunkelheit des Jahres. Vierzig Tage des Stillhaltens. Des Wartens, bis das Licht sich zeigen darf. Es kommt nicht als Glanz. Es liegt einfach da. Kühl. Weit. Empfangend. Ein einzelner Baum steht im Feld. Kahl. Nicht schwach – Sondern gesammelt. Er weiß, dass jetzt nicht die Zeit des Austreibens ist, sondern des Haltens. Auch eine Bank wartet. Nicht, um benutzt zu werden. Sondern um da zu sein. Bereit, wenn jemand kommen möchte. Seit Jahrtausenden kennen Menschen diese Tage. Eine Zeit, in der nichts getan werden muss, damit etwas geschieht. Eine Schwelle, die Geduld verlangt und Vertrauen. Unter dem Schnee ruht Leben. Nicht aktiv. Nicht drängend. Aber vollständig anwesend. Diese Tage tragen eine empfangende Qualität. Ei...

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